Integration ist die gemeinsame Erziehung und Förderung von Kindern und Kindern mit Beeinträchtigungen. Unsere Einrichtung ist ein Ort des Miteinanderlebens von behinderten und nicht behinderten Kindern, was sich im täglichen Miteinander des Lernens und Lebens vollzieht. Kinder mit Behinderung und ohne Behinderung profitieren gegenseitig von Integration. Durch die Form der Integration lernen Kinder, dass Menschen unterschiedlich sind, und sind unbefangen im Umgang mit Kindern mit Behinderung. Eigene Besonderheiten werden eher akzeptiert. In jeder Gruppe sind insgesamt 15 Kinder, 10 Kinder, die einen Regelplatz belegen und 5 Kinder mit einem integrativen Förderbedarf.
Um die Integration in die Gruppen zu erleichtern, arbeiten die Erzieher und Therapeuten eng mit den Eltern zusammen.
In unserer Einrichtung arbeiten z. Zt. zwei Therapeuten, eine Physiotherapeutin und eine Diplom-Sprachheilpädagogin. Die Erzieher und Therapeuten stehen in einem stetigen Austausch über die Entwicklung der Kinder, um so eine bestmögliche Förderung zu gewährleisten.

Physiotherapie:
Physiotherapeutisch betreut werden die Kinder, die einen integrativen Platz in unserer Einrichtung belegen. Die Therapiesitzungen finden entsprechend des einzelnen Förderbedarfs ein bis mehrmals wöchentlich in Einzelsitzungen oder Kleingruppen statt. Unser großer Bewegungsraum bietet genügend Platz um die verschiedensten therapeutischen Angebote zu gestalten. Fachliches Inventar aber auch kreative Nutzung von Alltagsgegenständen gewährleistet eine individuelle Behandlung unter psychomotorischen Aspekten.

Sprachtherapie:
Die Sprachtherapie findet in unserem „Papageienzimmer" statt. Die Sprachtherapie richtet sich an die Kinder, die einen integrativen Platz belegen, das sind zur Zeit 12 Kinder. Diese Kinder erhalten je nach Bedarf 1-3 x wöchentlich Sprachtherapie.Die Behandlungsschwerpunkte liegen neben der Erweiterung des Wortschatzes, der Artikulationstherapie inklusive mundmotorischer Übungen und Vermittlung phonetisch-phonologischer Kompetenzen, der Förderung der grammatikalischen Fähigkeiten auch im Bereich der auditiven Wahrnehmung und der nonverbalen Fähigkeiten. Die Therapieschwerpunkte, die Förderziele und die entsprechenden Maßnahmen sind individuell auf das Kind abgestimmt und setzen an seinen Stärken an. Die Therapie findet immer in spielerischer und kindgerechter Form statt.

Zudem beteiligen sich die Therapeuten regelmäßig am alltäglichen Gruppengeschehen. Da das Kind sich hier unbeobachtet fühlt, können aus dem Spontanverhalten ebenfalls umfassende Einblicke in den Entwicklungsstand gewonnen werden. Dadurch, dass die Therapie in der Kindertagesstätte stattfindet, werden die Kinder nicht aus dem Rhythmus ihres Kindertagesstättenbesuchs herausgerissen und bleiben in ihrer vertrauten Umgebung. Zusätzlich wird das Kind auch in Alltagssituationen in der Gruppe begleitet, wie z.B. bei einer Bilderbuchbetrachtung oder im Rollenspiel. Zudem kann der Therapeut auch individuell abwägen, ob er dass Kind aus einer Spielsituation herauslösen möchte. So kann die Therapie harmonisch in das Alltagsgeschehen integriert werden.